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Das Wandern ist (nicht?) des Welpen Lust

Gassi gehen

Ist doch klar, ein Welpe braucht vieeeel Auslauf, oder? Die haben doch noch junge Beine! Könnte man meinen, stimmt aber nicht! Eben diese jungen Beine sind noch in der Entwicklung. Die Knochen sind weich, die Gelenke noch nicht stabil. Zu viel Bewegung tut den Kleinen nicht gut. Als Faustformel kann man sagen, das ein Welpe pro Lebenswoche etwa 1 Minute spazieren gehen sollte. Mit ausreichend Pausen zum schnüffeln oder warten kann das aller höchstens verdoppelt werden. Danach sollte eine längere Ruhepause zu Hause eingelegt werden. Man sollte aber auf jeden Fall auch auf die Reaktionen der Welpen achten. Signalisieren die Kleinen unterwegs Erschöpfung, beispielsweise indem sie sich hinlegen und nicht weiter gehen wollen, sollte man sie den Rest tragen.

Tragen sollte man die Kleinen auch so lange es geht die Treppen rauf und runter. Der Bewegungsapparat ist noch instabil und Treppen laufen für Hunde sowieso nicht gut. Um Spätfolgen zu vermeiden also möglichst wenige Treppen gehen. Bei Welpen nach Möglichkeit gar nicht.

Wie oft sollte man aber diese Minuten gehen? Maximal so oft, wie man für kleine und große Geschäfte eh nach draussen muss. Es muss aber auch nicht jeder Gang so lange dauern. Ein Welpe kann eher über- als unterfordert werden. Ein guter Wert sind 3-4 Gänge pro Tag.

Was gibt es beim Gassi gehen noch zu beachten? Hier ein paar Tipps, die wir so aufgeschnappt haben:

Neugierige Welpen gehen gerne auf andere Menschen zu. Oft werden sie von diesen auch dazu ermutigt, denn wer kann schon an einem süßen Welpen vorbeigehen? Das immer zu erlauben ist aber unter Umständen keine gute Idee, denn der Welpe lernt, dass das ok ist. Für ihn ist es dann immer noch ok, wenn er ausgewachsen ist und 30 Kilo wiegt. Für die anderen Menschen aber oft nicht mehr. So kann sich ärger einhandeln.

Bei einem Zusammentreffen mit einem anderen Hund gibt es auch etwas zu beachten. Zum einen sollte man die Kleinen nicht ungefragt auf angeleinte Hunde zugehen lassen. Es könnte einen speziellen Grund dafür geben, das der andere Hund an der Leine ist – z.B. eine  Unverträglichkeit mit Artgenossen. Grundsätzlich ist es sinnvoll mit dem Hundebesitzer gegenüber ein paar Worte zu wechseln, bevor man 2 Hunde miteinander Kontakt aufnehmen lässt. Im Gespräch kann man sicherstellen, dass der andere Hund auch Welpen wohlgesonnen ist. Eine negative Erfahrung mit einem anderen Hund kann dem eigenen Welpen künftig einen "Knacks" geben.
 
Ansonsten empfiehlt es sich noch, die Kleinen immer dann zu loben, wenn sie ihren Besitzer ansehen, sei es absichtlich oder zufällig. So sollen sie lernen, während des Gassi gehens auf Frauchen oder Herrchen zu achten.

An Strassenübergängen oder -Kreuzungen und Ampeln sollte man den Welpen "Sitz!" machen lassen. Dann loben, nach links und recht schauen und dann auf Kommando über die Strasse gehen. Wird das immer wiederholt, sollten die Kleinen dadurch lernen, nicht einfach über die Strasse zu rennen.
 
Letzlich sollten die Welpen lernen, dass sie nicht an alle herumliegenden Sachen herangehen sollen. In einer späteren Erziehungsphase sollten Hunde z.B. nichts fressen, was ihnen nicht explizit vom Besitzer gegeben wurde (um eben ungesunde, gefährliche oder gar vergiftete Dinge nicht zu fressen). Dieser Punkt ist aber bei den sehr neugierigen Welpen schwer umzusetzen. Andererseits sollen sie ja auch Ihre Umwelt erkunden. Wir machen das erstmal so, dass kurz rangehen und Schnüffeln erlaubt ist, aufnehmen oder darauf rumkauen nicht – Außer bei herabgefallenden Blättern. Da fällt er voll drauf ab :-)

Habt Ihr noch andere Tipps oder interessante Erfahrungen?

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